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Support
Florian Fuchs
 - 3. September 2018

Investitionssicherheit im SAP Dschungel

Im Jahr 2025 endet der Maintenance Support für die aktuelle SAP Business Suite, worunter auch SAP HCM fällt. Das bedeutet, dass ab 2025 keine legal Packages mehr von der SAP ausgeliefert werden. Diese beinhalten Anpassungen an die rechtlichen Gegebenheiten wie beispielsweise Änderungen im Bereich der Abrechnung.
Damit Sie langfristig auf eine zukunftssichere und trotzdem kostengünstige Variante setzen, haben wir uns mit den möglichen Optionen beschäftigt und diese für Sie bewertet.

Welche Möglichkeiten haben Sie jetzt?

1. Sie bleiben bei Ihrer aktuellen On-Premise-Lösung
2. Sie steigen auf eine SAP-Cloud-Lösung um (z.B. S4/HANA)
3. Sie nutzen den S/4HANA Sidecar Ansatz der SAP

Diese Möglichkeiten haben Sie

Diese Möglichkeiten haben Sie

1. Investitionssicherheit wenn Sie bei Ihrer aktuellen On-Premise-Lösung bleiben

Eine Möglichkeit gibt es immer: Nichts tun. Allerdings stellt sich hier die Frage wie sinnvoll das wohl ist, denn schließlich müssen weiterhin die rechtlichen Gesetzeslagen beachtet werden. Hierfür wird die SAP eine Erweiterung des Maintenance Support anbieten, sodass sie weiterhin Ihre bestehende Lösung ganz normal weiternutzen können. Das Problem: Die Kosten dafür werden immens hoch sein. Schließlich ist es nicht das Ziel von SAP weiterhin auf die bestehende On-Premise-Lösung zu setzen. Vorteile bringt diese Option keine, allerdings entsteht erstmal kein neuer Aufwand, sondern wohl erst in ein paar Jahren.

2. Investitionssicherheit wenn Sie auf eine SAP-Cloud-Lösung umsteigen

Wenn Sie im HCM Bereich unterwegs sind ist SuccessFactors sicher nicht an ihnen vorbeigegangen. SuccessFactors (SFSF) ist die SAP-Komplettlösung für HCM aus der Cloud. Sowohl Kernthemen des HCM als auch Talentmanagement, Performancemanagement oder Business Analytics können darüber abgebildet werden. Aber auch hier gibt es insbesondere in Deutschland gerade noch ein großes Problem: Es gibt noch keine richtige Abrechnung. Das Modul SFSF Payroll ist für den deutschen Markt aktuell nicht geeignet.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, SFSF zu nutzen und die Abrechnung extern durchführen zu lassen. Sogar die SAP selbst stellt sich hierfür als Dienstleister bereit. Auch bei dieser Option ist allerdings mit hohen Kosten zu rechnen, solange SFSF Payroll nicht für den deutschen Markt geeignet ist.

3. Investitionssicherheit wenn Sie den S/4HANA Sidecar-Ansatz der SAP nutzen

Der S/4HANA Sidecar-Ansatz der SAP baut auf Ihrem aktuellen HCM System auf. Es wird neue Support Packages, sogenannte Compatibility Packs, geben. Dadurch können die Module PA, OM, PT und PY weiter genutzt werden. Voraussetzung hierfür ist eine separate Instanz Ihres HCM-Systems, die auf der HANA Datenbank läuft. Wie Sie Ihre aktuelle Datenbank zu einer HANA Datenbank migrieren können, erfahren Sie in einem späteren Blog Artikel aus dieser Serie.
Der Sidecar Ansatz wird ab 2023 verfügbar sein und die SAP hat einen Support bis mindestens 2030 gewährleistet. Gut möglich, dass bis dahin auch ein in Deutschland funktionierendes SFSF Payroll existiert.
Diese Option bietet zudem weitere Vorteile: Zum einen sind die Geschwindigkeit bei Datenbankzugriffen wesentlich höher, zum anderen wird ein späterer Umstieg auf S/4HANA einfacher.
Ein Lizenzmodell zum Sidecar-Ansatz der SAP liegt bisher nicht vor, allerdings hat auch die SAP großes Interesse daran, die Unternehmen an SFSF zu binden. So gesehen bietet der Sidecar-Ansatz für SAP nur ein Mittel zum Zweck, was vermuten lässt, dass diese Lösung im Vergleich zu den restlichen Optionen wesentlich günstiger seien wird.

Welche Lösung empfehlen wir?

Wir raten unseren Kunden zur dritten Lösung, den S/4HANA Sidecar-Ansatz der SAP nutzen. Hiermit können Sie die genannten Module erstmal weiter nutzen wie bisher und das ohne auf die aktuellen Support-Packages der SAP zu verzichten. Bitte behalten Sie allerdings im Hinterkopf, dass Sie jetzt schon mit den Vorbereitungen beginnen sollten. Hierzu zählt die Migration auf eine HANA Datenbank und die Entkopplung des HCM-Systems zu einer separaten Instanz. Zögern Sie nicht und schreiben Sie uns einfach an, wenn Sie dabei noch Unterstützung benötigen.

Mit einer parallelen Einführung von SuccessFactors könnten Sie schon heute die Vorteile nutzen und sparen sich spätere Einführungskosten. Zusätzlich erhalten Sie mehr Sicherheit und Akzeptanz bei den Mitarbeitern, da Sie die Software schon länger im Einsatz haben. Gerade wenn Sie die Module im Einsatz haben, die nicht weiter von der SAP unterstützt werden (wie Learning Solution oder E-Recruiting), dann empfehlen wir Ihnen sich mit einer SuccessFactors Einführung zu beschäftigen. Auch hierbei stehen wir Ihnen bei Fragen gerne zur Verfügung.

Florian Fuchs

Mein Name ist Florian Fuchs und als begeisterter SAP Consultant bei mindsquare besitze ich eine große Leidenschaft für das Verstehen und Lösen von Problemen.

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie mich!





2 Kommentare zu "Investitionssicherheit im SAP Dschungel"

Jonas Eberhart - 3. September 2018 | 17:11

Wenn man SF einführt, wie oft werden die Mitarbeiter Daten aktualisiert bzw. an andere Systeme gesendet?

Antworten
Maximilian Franzkowiak - 4. September 2018 | 07:28

Hallo Herr Eberhart, So oft Sie wünschen. Es ist möglich die Daten sowohl manuell über Reports im HCM System als auch Push Aktivitäten in SuccessFactors zu aktualisieren. Oder automatisiert Jobs im HCM System einzuplanen die die Daten aktualisieren. Haben Sie noch weitere Fragen?

Antworten

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