- 4. Dezember 2014

Behördenkommunikation (B2A Manager) bei SAP PY einrichten

Sie planen eine PY Migration, einen HR-PY Providerwechsel bzw. starten bald ein Outsourcing/Insourcing Projekt für die Personalabrechnung? Dann werden Sie sich bald mit dem Thema Schnittstellen der Personalabrechnung auseinandersetzen müssen. Der Großteil der Kommunikation zu den Krankenkassen, den Finanzämtern und der zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen läuft über die sogenannte Behördenkommunikation (B2A Manager). Hier drei Tipps, die Ihnen vielleicht etwas Zeit sparen.

1. Migration statt Neueinrichtung

Ein Problem in Bezug auf die Einrichtung der Behördenkommunikation (B2A Manager) ist, dass der SAP IMG bzw. Einführungsleitfaden sich ausschließlich mit der Neueinrichtung befasst und somit Migrationen nicht beleuchtet werden. So kann der IMG zwar für die meisten Bereiche wie z.B. die „Installation der SAPCryptolib“ verwendet werden. Anders sieht es allerdings in Bezug auf bestehende Zertifikate aus. Hier ist das Vorgehen nicht klar. Wie sieht z.B. das konkrete Vorgehen in Bezug auf die Kommunikation mit Krankenkassen aus? Der IMG bezieht sich auf den Report RPUSVKD0, der davon ausgeht, dass neue Zertifikate angefordert werden. Dies ist bei einer Migration, bei der keine erneute Zertifikatsanfrage (Response) erfolgt und somit auch keine Zertifikatsantwort (Response) vorliegt aber nicht der Fall.

Erzeugen von Zertifikaten für B2A Manager

Erzeugen von Zertifikate für B2A

Analysiert man die SAP Server Verzeichnisse des Bestandsystems, kommt man zu dem Schluss, dass es ausreicht die aktuelle BNxxxxx.psa in das ../sec/ Verzeichnis der SAP Serverinstanz zu kopieren ohne den Standard Report auszuführen. Weiterhin fügt man die aktuelle Liste der GKV Annahmestellen von der Webseite der „Öffentliche Schlüsselverzeichnisse – Arbeitgeberverfahren“ der itsg für den eingesetzten Hashalgorithmus hinzu.

2. Widersprüchliche Angaben und viele Referenzketten

Leider sind manche Angaben zur Einrichtung der der Schnittstellen nicht mehr auf dem neuesten Stand bzw. sind auch widersprüchlich. Hier lohnt es sich wie so oft im Leben, nach dem gesunden Menschenverstand vorzugehen und sich vorab somach auf den entsprechenden Seiten der itsg, Krankenkassen, Finanzämter, ZfA, Deutsche Rentenversicherung, etc zu informieren.

Widersprüche im B2A Einführungsleitfaden

Widersprüche im B2A IMG

In bestimmten Bereichen des IMG wird oft auf SAP Hinweise den Service Marketplace referenziert und man muss mehrere Quellen zu einem Thema nutzen. Es wird dringend empfohlen sich die benötigten Hinweise, Module im Vorfeld zu besorgen, um die Planung und spätere Einrichtung schneller durchführen zu können.

Referenzen SAP Notes B2A IMG

Referenzen SAP Notes B2A IMG

3. Testbarkeit der B2A Manager Schnittstellen

Der IMG zur Behördenkommunikation (B2A) bietet einige Testreports zum Test der Verschlüsselung oder Prüfung der Kommunikationszertifikate. Unklar bleibt im Einführungsleitdaten allerdings inwieweit sich einzelne Meldungen an die Krankenkassen, Zahlstellen, Berufsständische Versorgung etc. inkl. Versand testen lassen. Wirft man einen Blick in die Tabelle T50BK (Konstantentabelle für B2A) sticht die Konstante MODE ins Auge. Setzt man diese Konstante auf den Wert „T“ so erzeugen die entsprechend Erzeugungsreports für die Dokumententypen nur Testmeldungen und der Prozess der Folgeaktivitäten in der SAP Personalabrechnung ist umfangreicher testbar.

Tabelle B2A Konstanten T50BK

Tabelle B2A Konstanten T50BK

4. Verhalten der GKV Clearingstellen bei Testdaten

Versendet man Testdaten (z.B. Beitragsnachweise) an die Clearingstellen mit dem Testflag „T“ über den B2A Manager, so erhält man von einigen Clearingstellen eine direkte Rückmeldungen, dass die Daten erfolgreich empfangen wurden, diese aber nicht verarbeitet werden, da Sie als Testdaten gekennzeichnet sind. Versendet man testweise Entgeltersatzmeldungen (EEL) mit dem Testflag „T“, so fordern die Clearingstellen zurzeit auch das Abholen von Rückmeldungen für diese Testmeldungen an.

Hier sollte man darauf achten, dass sich Produktiv- und Testdaten nicht vermischen und im Zweifelsfall eher auf das Abholen der Rückmeldungen für die Testdaten verzichten. Ein versehentliches Abrufen von Meldungen für das Produktivsystem im Testsystem sollte unbedingt vermieden werden.

Alexander Graf
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– Alexander Graf, Fachbereichsleiter

 

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