Guido Klempien
9. Juli 2020

Bewertungsmanagement – Welchen Nutzen haben Mitarbeitergespräche?

Bewertungsmanagement Bewertungen zeigen die echten Stärken und Schwächen eines Unternehmens auf. Diese Bewertungen ermöglichen es dem Unternehmen, sich weiter zu verbessern und zu wachsen. Mit der Integration von SMART Goals in das Personalwesen, können Unternehmen die Zielvorgaben ihrer Mitarbeiter steuern und ein kompetentes Feedback erhalten. In Folge dessen steigt die Mitarbeiterzufriedenheit.

Sie gehören zu den wichtigsten Instrumenten der Mitarbeiterführung und sollten mindestens einmal im Jahr stattfinden. Besonders wichtig sind solche Gespräche in Umbruchphasen wie beispielsweise bei einem Personalwechsel, der Hinzunahme eines neuen Partners oder der Einführung eines neuen Behandlungsschwerpunktes. Bei solchen Szenarien ist es auch besser, wenn Mitarbeitergespräche häufiger eingeplant werden.

Der regelmäßige Dialog schafft somit Vertrauen und steigert die allgemeine Motivation. Das Mitarbeitergespräch ist also ein Instrument der Mitarbeiterbindung. Auch die Führungskräfte erhalten so wertvolle Impulse.

Vorbereitung eines Mitarbeitergesprächs

Seitens der Personalabteilung wird mindestens einmal im Jahr ein Mitarbeitergespräch empfohlen. Dabei spielt die Vorbereitung auf den Termin eine große Rolle. Das Ziel dieses Gesprächs soll sein, dass sich beide Parteien Zeit nehmen und in einer ruhigen Atmosphäre, fern vom Tagesgeschäft, vorrangige Ziele definieren und Erwartungen und Ideen besprechen. Das funktioniert nicht, mit einer 0815-Checkliste. Um sich optimal auf das Gespräch vorzubereiten sollte sich um eine frühzeitige Einladung des Mitarbeiters kümmern, genügend Zeit für den Termin einplanen und die Dauer an den Mitarbeiter kommunizieren. Es sollte ein geeigneter Raum gefunden werden und dementsprechend auch reserviert werden. Auch sollte der Vorgesetzte die nötigen Informationen bereitliegen haben und vor dem Gespräch die Themenschwerpunkte schriftlich festlegen.

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Ablauf des Mitarbeitergesprächs

Ein optimales Mitarbeitergespräch kann nur gelingen, wenn sich beide Seiten ausreichend Zeit nehmen. Der Smalltalk zwischen Tür und Angel ist hier wenig hilfreich. Neben einer entspannten Atmosphäre ist auch die Struktur des Gesprächs von Bedeutung.

Folgende Punkte sollten Bestandteil des Mitarbeitergespräches sein:

Fachkompetenz

Über welche Fähigkeiten verfügt der Mitarbeiter? Gibt es Schulungsbedarf oder können sämtliche Aufgaben in gewünschter Qualität erledigt werden?

Arbeitsleistung

Leistet der Mitarbeiter einen produktiven Beitrag innerhalb der vereinbarten Arbeitszeit? Wie lässt sich die Produktivität weiter steigern?

Arbeitsmethode

Sorgfalt und Effizienz verringern die Fehlerquote. Kann das Zeit- oder Stressmanagement optimiert werden?

Arbeitsqualität

Stehen Qualität und Präzision der geleisteten Arbeit mit den Ansprüchen des Unternehmens im Einklang?

Arbeitsmotivation

Ist der Mitarbeiter engagiert, loyal und identifiziert er sich mit den Unternehmenswerten? Die Motivation ist ein entscheidender Faktor für die Mitarbeiterbindung.

Belastbarkeit

Wie reagiert der Mitarbeiter in Stresssituationen? Ist er auch in hektischen belastbar und souverän?

Stärken

Über welche fachlichen und sozialen Kompetenzen verfügt der Mitarbeiter? Welche bislang unbeachteten Talente oder Fähigkeiten können dem Unternehmen nutzen?

Verhalten gegenüber Kunden

Ist der Umgang mit den Kunden freundlich, hilfsbereit und kompetent? Wie verhält sich der Mitarbeiter im persönlichen Kontakt?

Verhalten gegenüber Kollegen

Versteht sich der Mitarbeiter als Teil des Teams? Gibt es interne Kommunikationsprobleme und werden diese konstruktiv gelöst?

Jedes Mitarbeitergespräch fällt anders aus und entwickelt sich im Laufe der Zeit in eine individuelle Richtung. Nehmen Sie sich daher vorab Zeit, um besonders kritische Themen stichwortartig zu notieren. Jedoch fällt es vielen schwer, Auffälligkeiten auszusprechen und Kritik am eigenen Mitarbeiter auszuüben. Schlussendlich sollte darauf geachtet werden, dass aus dem Gespräch kein Monolog wird, denn Sie können genauso von den Antworten und Fragen der Mitarbeiter profitieren.

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Die Vorteile eines Mitarbeitergesprächs

Richtig umgesetzt bringt also ein Mitarbeitergespräch den Beschäftigten eine Reihe von Vorteilen. Das gilt für die Erfüllung ihrer Aufgaben ebenso, wie das Verhältnis gegenüber dem Vorgesetzten.

Vorteile für das Unternehmen

  • Mitarbeiter besser kennenlernen
  • Wer sich für das Gespräch Zeit nimmt und viele Punkte anspricht, spart sich danach viel Zeit
  • Leistungsziele festlegen
  • Verbesserungsvorschläge der Mitarbeiter
  • Präventionsmaßnahme gegen Unzufriedenheit und Demotivation

Vorteile für den Mitarbeiter

  • Probleme ehrlich ansprechen und Lösungen finden
  • Feedback bekommen und geben
  • Gemeinsam über die eigene Weiterentwicklung und Ziele im Unternehmen diskutieren

Die SMARTe Kommunikation im Mitarbeitergespräch

Der Ton macht die Musik. Die Kommunikation ist auch im Bewertungsmanagement ein essenzieller Erfolgsfaktor. Dabei sind Faktoren wie gutes Zuhören, Konzentration und dialogfördernde, konstruktive Fragen ein Kennzeichen für ein gutes Mitarbeitergespräch. Durch Empathie und Einfühlungsvermögen kann man dem Mitarbeiter ein angenehmeres Gefühl geben und wird selbst auch ernst genommen. Anders ist dies, wenn der Vorgesetzte mit einer verschränkten Haltung vor dem Mitarbeiter sitzt.

Smarte Zieldefinierung im Bewertungsmanagement

Unternehmen formulieren jährlich ihre individuell neu. Damit diese Ziele erreicht werden können, müssen sie jedem Mitarbeiter im Unternehmen bekannt sein. Nur durch die Kommunikation der Ziele in alle Bereiche kann ein Teamleiter mit seinem Team entscheiden, wie er und sein Team zum Erfolg des Unternehmens beitragen kann.

Doch nicht nur in der operativen Unternehmensführung ist die smarte Zieldefinierung wichtig. Durch die Berücksichtigung der einzelnen Komponenten, Leistungen und Wünsche der Mitarbeiter lassen sich in einem Mitarbeitergespräch konkrete Zielvorgaben ableiten. Um eine positive Zielwirkung zu erhalten, ist insbesondere bei der Festlegung von Mitarbeiterzielen darauf zu achten, dass die Ziele die vorher bestimmten Kriterien erfüllen. Auch sollten die Ziele möglichst konkret formuliert werden, dies wird auch SMARTe Zieldefinierung genannt. SMART steht hierbei für:

S – Spezifisch Die Ziele müssen spezifisch, eindeutig und positiv beschrieben sein.

M – Messbar Die Zielerreichung sollte messbar und nachvollziehbar sein.

A – Attraktiv Für das Projektteam oder den Mitarbeiter sollte es attraktiv sein, das Ziel zu erreichen.

R – Realistisch Das Ziel muss auf realistischer Weise erreichbar sein. Unrealistische Ziele demotivieren den Mitarbeiter.

T – Terminierbar Das Ziel muss terminiert sein.

Beispielsweise kann ein smartes Ziel für die Kundenakquise so ausschauen:

Falsch: „Akquirieren Sie mehr Kunden.“

Richtig: „Bis zum 31.12 haben 750 neue Kunden unser neues Produkt gekauft.“

Wie man erkennt, kann durch die smarte Zieldefinierung eine schwammige Zieldefinierung vermieden werden. Durch eindeutig terminierte, realistische und messbare Ziele können Mitarbeiter leichter die festgelegten Ziele verfolgen und arbeiten dementsprechend produktiver.

Dokumentation von definierten Zielen

Nach dem Mitarbeitergespräch ist vor der Zielerreichung. Somit empfiehlt sich die Dokumentation aller besprochenen Inhalte. Diese Dokumentation bildet die Grundlage für das nächste Mitarbeitergespräch, schafft Verbindlichkeiten und sollte bestenfalls von beiden Parteien unterschrieben zur Bestätigung werden. Ein wichtiger Aspekt ist, dass Mitarbeiter sowie Führungskräfte auf die vereinbarten auf die vereinbarten Punkte zurückkommen sollten, um die verabredeten Aufgaben und Maßnahmen in die Wege zu leiten.

Fazit

Mitarbeitergespräche mit einer klar definierten Zieldefinierung sind wesentlich Bestandteile eines effektiven Bewertungsmanagements. Dabei sind exakt formulierte Zielvorgaben genauso wichtig, wie ein vertrauensvoller Dialog auf Augenhöhe und eine transparente Dokumentation. Somit können Unternehmen die Motivation der Führungskräfte und der Mitarbeiter gleichermaßen verbessern. Haben Sie fragen zu diesem Thema? Dann kontaktieren Sie uns gerne.

Guido Klempien

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Sollten Sie Fragen zu uns und unserer Arbeit oder konkret zu Umstellungsprojekten haben, dann vereinbaren Sie eine kostenlose Websession mit uns.

Guido Klempien

Guido Klempien

Als Fachbereichsleiter von ACTIVATEHR freue ich mich immer über spannende Herausforderungen. Es ist mein Ziel, jedes HR-Projekt zum Erfolg zu führen.

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