Daniel Krause
17. Dezember 2020

manifest.json – Die Konfiguration einer SAPUI5-App erklärt

Quick Win

Im vorherigen Beitrag habe ich Ihnen gezeigt, welche Rolle SAPUI5 Bootstrapping übernimmt. In diesem Beitrag möchte ich Ihnen ein weiteres Herzstück jeder SAPUI5-Anwendung vorstellen, nämlich manifest.json.

Die Datei manifest.json enthält zahlreiche essentiell wichtige Informationen, ohne die keine App funktioniert. Sie wird auch „App Descriptor“ genannt und beschreibt, wie der Name vermuten lässt, die Eigenschaften einer Anwendung.

Die wichtigsten Komponenten von manifest.json

An der Endung der Datei können Sie bereits erkennen, dass diese im JSON Format erstellt wird. Einen groben Überblick über dieses Thema kann den Tutorials der SAP entnommen werden. Einen eher detaillierteren Überblick finden Sie beispielsweise hier. In der manifest.json können eine Vielzahl an Eigenschaften und Parameter hinterlegt werden, die den Umfang dieses Beitrags übersteigen würden. Daher werde ich nur auf die Kerneigenschaften eingehen.

sap.app

Hier werden die allgemeinen Applikationsattribute festgelegt. Diese Sektion enthält somit Informationen wie die eindeutige ID, den Typen, Titel und Beschreibung der Anwendung. Auch der Pfad zur i18n-Datei ist hier hinterlegt.

Ein weiterer wichtiger Unterpunkt ist die Angabe der Ressourcen. Damit kann deklariert werden, welche OData-Services genutzt werden sollen.

manifest.json

sap.app

ODATA Grundlagen

ODATA bildet die Schnittstelle zwischen dem UI5 Frontend und dem SAP Backend. Lesen Sie hier wichtigsten Learnings im Bereich ODATA.

sap.ui

Hier können Sie UI-spezifische Werte angeben. Sollten Sie eine andere Technologie als UI5 verwenden, können Sie dies hier ändern. Weiterhin können Sie die Endgeräte für die Anwendung festlegen. Damit können Sie zum Beispiel eine Anwendung erstellen, die nur für den Typen „Desktop“ verwendet wird.

manifest.json

sap.ui

sap.ui5

Unter diesem Punkt können Sie die SAPUI5-spezifischen Attribute pflegen und ändern. Diese Werte lädt und verarbeitet die Anwendung automatisch. Sap.ui5 hat folgende Unterpunkte:

manifest.json

sap.ui5

Rootview

Bestimmen Sie hier den Pfad zu der View, die die Anwendung zuerst lädt. Hiermit definieren Sie also den Einstiegspunkt.

Dependencies

Unter diesem Punkt können sie die verwendeten Bibliotheken zu den UI-Elementen bestimmten. Außerdem können Sie angeben, in welcher Version UI5 mindestens ausgeführt werden soll.

Models

Zum einen bestimmen Sie hier die Verwendung Ihrer lokalen Models. Damit können Sie das Ressourcen Model i18n definieren. Ein weiterer wichtiger Punkt ist hier Verknüpfung zu den unter „sap.app“ deklarierten Ressourcen. Während Sie im oberen Part den Pfad zu Ihren Ressourcen definieren, geben Sie hier an, welches das Standardmodel sein soll. Dazu lassen Sie den Modelnamen einfach leer und geben den Namen der Datenquelle unter „sap.app“ an.

Routing

In diesem Teil der manifest.json bestimmen Sie die Navigation ihrer Anwendung. Durch die Verknüpfung von mindestens zwei Views können Sie der Anwendung über den Router mitteilen wie diese einzelnen Views zusammenhängen. Für weitere Informationen zu diesem Thema, können Sie den eigens für dieses Thema verfassten Beitrag „Routing innerhalb einer App“ aus dieser Serie lesen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen hiermit ein weiteres Kernfeature der SAPUI5-Architektur näher bringen. Sollten Sie zu diesem Thema noch Fragen haben, zögern Sie nicht und hinterlassen Sie einen Kommentar.

Daniel Krause

Daniel Krause

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