Motivation in der Ausbildung: Was Unternehmen tun sollten, um ihre Azubis zu unterstützen
Haben Azubis Motivationsprobleme in der Berufsschule, trifft das das Unternehmen doppelt: Einerseits leidet meist auch die Leistung der Berufseinsteiger im Betrieb und andererseits steigt das Risiko von Ausbildungsabbrüchen. Wollen Unternehmen Fachkräfte von morgen sichern, sollte die Personalabteilung die schulische Motivation gezielt mit intrinsischen und extrinsischen Impulsen fördern.
Warum sind Auszubildende unmotiviert?
Demotivation in der Berufsschule kann viele Ursachen haben. Häufig erleben Auszubildende Inhalte als trocken, zu theoretisch oder zu weit vom Arbeitsalltag entfernt. Gleichzeitig können Überforderung, Unsicherheit oder fehlende Anerkennung dazu führen, dass die Lernbereitschaft sinkt.
Für Unternehmen ist dies relevant, weil schulische Motivation und emotionale Bindung an den Ausbildungsbetrieb eng zusammenhängen. Wollen sie hohe Abbruchsquoten in ihrer Ausbildung vermeiden, sollten sie aktiv zur Motivation ihrer Auszubildenden beitragen.
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Was ist Motivation?
Motivation ist die treibende Kraft, Ziele zu verfolgen, und die Bereitschaft, sich bis zum Erreichen des Ziels anzustrengen. Zwei Arten von Motivation lassen sich unterscheiden: intrinsische und extrinsische Motivation. Für eine stabile Motivation kommen idealerweise beide Formen der Motivation zusammen.
Intrinsische Motivation
Intrinsische Motivation entsteht, wenn Auszubildende Sinn in ihrem Lernen erkennen und das Gefühl haben, sich wirksam einbringen zu können.
Unternehmen können intrinsische Motivation fördern, indem sie schulische Inhalte stärker mit der Praxis verknüpfen. Wer erklärt, warum ein Thema für reale Projekte, Kunden oder Prozesse wichtig ist, macht Lernen sinnhafter. Ebenso hilfreich ist es, Interessen und Stärken der Azubis ernst zu nehmen. Kleine Projekte, eigene Ideen oder Verantwortungsübernahme im Arbeitsalltag fördern das Gefühl von Selbstwirksamkeit. Aus Pflicht wird häufig schrittweise echtes Engagement.
Extrinsische Motivation
Nicht jede Motivation entsteht von innen. Gerade in der Ausbildung können auch äußere Impulse eine wichtige Rolle spielen.
Wenn Unternehmen beispielsweise Wertschätzung für gute schulische Leistungen zeigen, motiviert das genauso wie kleine Erfolgserlebnisse, die Lernfortschritt greifbar machen und das Vertrauen in die eigene Leistung stärken.
Abwechslung im Ausbildungsalltag hilft gegen das Gefühl von Monotonie. Unternehmen können zudem klare Entwicklungsperspektiven aufzeigen: Wer versteht, welche Chancen mit Engagement und guten Leistungen verbunden sind, erlebt Lernen als lohnend.
Wichtig ist jedoch, extrinsische Anreize nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zu einer sinnstiftenden Ausbildung einzusetzen, um langfristig motivierte Mitarbeiter auszubilden.
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Wie Sie Ihre Azubis motivieren können
Motivation in der Ausbildung sollte nicht dem Zufall überlassen werden. Damit Azubis auch in der Berufsschule engagiert bleiben, sollten Unternehmen konkrete Maßnahmen in den Ausbildungsalltag integrieren, und zwar regelmäßig.
- Schulische Leistungen aktiv ansprechen: Thematisieren Sie Erfolge, Herausforderungen und Lernfortschritte aus der Berufsschule in Feedback-Gesprächen.
- Anerkennung sichtbar machen: Würdigen Sie gute schulische Leistungen im Team oder im direkten Austausch, um Motivation und Selbstvertrauen zu stärken.
- Praxisbezug herstellen: Zeigen Sie Azubis konkret, wie Berufsschulinhalte im Unternehmen Anwendung finden.
- Stimmungen früh erfassen: Nutzen Sie kurze Umfragen oder regelmäßige Check-ins, um Motivationsprobleme rechtzeitig zu erkennen.
- Verantwortung übergeben: Geben Sie Azubis Raum für eigene Ideen und kleine Projekte, damit Motivation nicht nur von außen entsteht.
- Teamevents: Sie können helfen, ein besseres soziales Klima zu schaffen und damit auch die Bindung zum Unternehmen stärken.
Wichtig: Schulen Sie Ihre Ausbilder. Vermitteln Sie ihnen in Workshops oder mithilfe von Leitfäden, wie Sie intrinsische und extrinsische Motivation konkret bei ihren Azubis fördern können.
Motivation fördern und Abbrüche vermeiden
Motivation in der Ausbildung ist kein Selbstläufer. Vor allem vor dem Hintergrund einer Azubi-Lücke lohnt es sich für Unternehmen, die schulische Motivation ihrer Nachwuchskräfte gezielt zu fördern, um die Zahl der Ausbildungsabbrüche zu reduzieren.
Wer Sinn vermittelt, Leistungen anerkennt und Azubis aktiv begleitet, verbessert nicht nur ihren Ausbildungserfolg, sondern stärkt auch ihre Bindung an das Unternehmen. Schon kleine Maßnahmen wie regelmäßige Feedbackgespräche, ein klarer Praxisbezug und Anerkennung von guten Leistungen können viel bewirken.
FAQ
1) Warum sind Azubis in der Berufsschule oft unmotiviert?
Häufig liegt es daran, dass Inhalte als zu theoretisch oder wenig praxisnah wahrgenommen werden. Zusätzlich können Überforderung, fehlende Anerkennung oder Unsicherheit die Motivation senken.
2) Wie können Unternehmen die Motivation ihrer Azubis konkret fördern?
Unternehmen können Motivation stärken, indem sie Praxisbezüge herstellen, regelmäßiges Feedback geben, Leistungen anerkennen und Azubis Verantwortung übertragen. Auch ein gutes soziales Umfeld und strukturierte Betreuung spielen eine wichtige Rolle.
3) Welche Rolle spielen intrinsische und extrinsische Motivation in der Ausbildung?
Intrinsische Motivation entsteht durch Sinn, Interesse und Selbstwirksamkeit, während extrinsische Motivation durch äußere Anreize wie Lob oder Entwicklungsperspektiven gefördert wird. Beide Formen sollten kombiniert werden, um langfristige Motivation zu sichern.







