H4S4 ist der Nachfolger von SAP HCM und soll Unternehmen den Übergang zu S/4HANA erleichtern. Doch was genau steckt hinter H4S4, welche Veränderungen bringt die Lösung mit sich und welche Rolle spielt sie in der zukünftigen SAP-HR-Strategie? Wir geben einen Überblick über Funktionen, Migration, Vorteile, Alternativen und die weitere Entwicklung von SAP HCM.

Was ist H4S4?

H4S4 steht für SAP HCM für S/4HANA und ist die Nachfolgelösung des bestehenden ERP HCM, basierend auf der S/4HANA-Technologieplattform. Es wird als Upgrade des bestehenden HR-Systems von SAP angesehen.

Wie unterscheidet sich H4S4 von der aktuellen HR-Lösung?

Das Upgrade bringt eine Reihe von Verbesserungen und Innovationen mit sich. Es werden neue Fiori-Anwendungen eingeführt, die zum Beispiel Personalverantwortliche dabei unterstützen, das Stammdatenmanagement effizienter zu gestalten. Gerade in dezentralen Personalabteilungen können solche Verbesserungen sehr hilfreich sein. Ebenso wurden Fortschritte im Learning-Solution-Bereich, dem Lernmodul von SAP, gemacht und neue Fiori-Anwendungen dafür entwickelt.

Die Implementierung hat auch Auswirkungen auf das HR-System und erfordert, dass dieses auf einer HANA-Datenbank läuft. Daher müssen viele vorbereitende Schritte unternommen werden, um den Code innerhalb des HR-Systems mit der HANA-Datenbank kompatibel zu machen. Dazu gehören auch Anpassungen des Custom Codes und von Add-ons, die im HR-System häufig genutzt werden.

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Welche Herausforderungen entstehen bei der Migration von SAP HCM zu H4S4?

Grundsätzlich muss die Systemintegration nicht zwangsläufig zu einem großen Problem werden. Ein wesentlicher Schritt besteht darin, die sogenannte „Businessfunktion“ zu aktivieren. Mit einer soliden Datenbankstruktur wie der HANA-Datenbank kann das System grundlegende Aufgaben wie die Anpassung des Codes und andere wichtige Funktionen erfüllen. Allerdings ist jedes System anders. Unternehmen haben unterschiedliche Anforderungen und entsprechend unterschiedliche Systemlinien, die gewartet oder aktualisiert werden müssen. Entscheidend ist daher, den technischen Zustand des Systems zunächst auf das erforderliche Level zu bringen.

Die Systemintegration umfasst außerdem die Schnittstellen zu Third-Party-Tools sowie den vorhandenen Custom Code. Beide Bereiche sind für die Planung der Migration besonders relevant. In SAP-HCM-Landschaften existieren häufig zahlreiche Schnittstellen, beispielsweise zu Erfassungsterminals, Krankenkassen oder Finanzämtern. Diese sollten im Vorfeld genau geprüft werden. Dasselbe gilt für Eigenentwicklungen und individuellen Custom Code. Auch hier muss untersucht werden, ob Anpassungen für die neue technologische Basis erforderlich sind.

Obwohl sich die Schnittstellen inhaltlich unterscheiden können, lassen sich viele bereits bekannte Verfahren und Vorgehensweisen auch beim Wechsel des HCM-Systems anwenden.

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Welche Vorteile bietet die Migration auf H4S4?

Der Wechsel auf H4S4 bietet mehrere Vorteile:

  • Langfristige Sicherheit: Mit dem Upgrade auf H4S4 erhalten Unternehmen für die kommenden Jahre eine aktuelle technische Grundlage und reduzieren die Abhängigkeit von veralteten Systemständen.
  • Technologische Verbesserungen: H4S4 bringt technologische Weiterentwicklungen mit sich und ermöglicht eine schnellere Verarbeitung von Transaktionen und Analysen.
  • Fachliche Vereinfachungen: Mit H4S4 werden ältere Module im HR-Bereich abgekündigt, wodurch sich fachliche Vereinfachungen ergeben können.
  • Ersatz für abgekündigte Funktionen: Bestimmte Funktionen wie Kostenplanung und Manager Desktop für Reporting werden nicht fortgeführt. Dafür stehen alternative Lösungen zur Verfügung.
  • Integration mit SuccessFactors: Im Zuge der zukünftigen HR-Strategie spielt auch die Verbindung mit SuccessFactors eine wichtige Rolle.

Gibt es Alternativen zu H4S4?

Nicht jedes Unternehmen möchte unmittelbar auf H4S4 wechseln. Teilweise wird darüber nachgedacht, die Umstellung des SAP HCM zu verschieben oder auf einen anderen Migrationsweg zu setzen.

Eine Möglichkeit besteht darin, das bisherige SAP-System über einen längeren Zeitraum weiterzubetreiben und später vollständig auf eine Cloud-Variante zu wechseln. Eine weitere Option ist, die Migration so lange zu verschieben, bis SuccessFactors auch für zentrale Prozesse wie die Entgeltabrechnung umfassender eingesetzt werden kann. SuccessFactors ist eine cloudbasierte HCM-Lösung und umfasst verschiedene Bereiche wie Personalverwaltung, Leistungsmanagement, Talentmanagement und Schulungsmanagement. Dadurch bietet die Lösung eine zentrale Plattform für zahlreiche HR-Prozesse.

Welche Variante sinnvoll ist, hängt stark von der vorhandenen Systemlandschaft, den eingesetzten HR-Prozessen und der langfristigen SAP-Strategie des Unternehmens ab.

Wie sieht die Roadmap für die Zukunft von SAP HCM mit H4S4 aus?

Die langfristige Entwicklung von SAP HCM beziehungsweise des HR-Bereichs führt zunehmend in Richtung Cloud. Diese Entwicklung ist Teil der übergeordneten SAP-Strategie. 2022 wurde die S/4HANA-Upgrade-Line H4S4 ausgeliefert. Das Nutzungsrecht für HCM-Systeme, die nicht auf H4S4 aktualisiert wurden, läuft am 01.01.2026 aus. Unternehmen, die ihre HR-Lösung gemeinsam mit weiteren ERP-Komponenten auf einer physischen Maschine betreiben, müssen sich daher mit ihrer zukünftigen Systemarchitektur auseinandersetzen.

SuccessFactors spielt bei diesem Übergang in die Cloud eine zentrale Rolle. Gleichzeitig gibt es bei einer vollständigen Verlagerung der HR-Prozesse noch Herausforderungen. Insbesondere in Deutschland ist die Zeitwirtschaft für viele Unternehmen ein wichtiges Thema. Die Bewertung von Arbeitszeiten kann komplex sein und stellt besondere Anforderungen an die eingesetzten Systeme. Auch die Entgeltabrechnung ist ein zentraler Punkt. Sie gehört zu den wichtigsten Funktionen einer HR-Abteilung, da darüber der Gehaltsfluss an die Mitarbeitenden sichergestellt wird. Die vollständige Abbildung der Entgeltabrechnung in SuccessFactors ist daher ein entscheidender Faktor für die weitere Cloud-Transformation.

Die vollständige Implementierung von SuccessFactors für die Entgeltabrechnung ist bis 2027 vorgesehen. SAP investiert kontinuierlich in die Weiterentwicklung der Lösung. Eine wichtige Initiative in diesem Zusammenhang ist Human Experience Management (HXM) Move, über die die weitere Entwicklung der Cloud-Lösungen vorangetrieben wird.

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Fazit: Welche Rolle spielt H4S4 für die Zukunft von SAP HCM?

H4S4 bildet für viele Unternehmen eine wichtige Brücke zwischen der bestehenden SAP-HCM-Landschaft und einer zunehmend cloudbasierten HR-Architektur.

Der Wechsel bringt technologische Neuerungen mit sich, erfordert aber gleichzeitig eine sorgfältige Vorbereitung. Vor allem Schnittstellen, Custom Code, Add-ons und der technische Zustand der bestehenden Systeme sollten frühzeitig geprüft werden.

Langfristig verfolgt SAP eine klare Cloud-Strategie, bei der SuccessFactors eine zentrale Rolle spielt. H4S4 ermöglicht es Unternehmen, ihre bestehende HCM-Landschaft zunächst auf eine moderne technische Basis zu bringen und gleichzeitig die weitere Transformation in Richtung Cloud vorzubereiten.

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